Keine Reproduktion der Natur. Ziel ist es nicht, Abbilder der Natur (Bestimmungsbilder) zu erschaffen. Viel spannender ist doch das Spiel von Farbe, Form und Schärfe. Der Blick geht nah ran an das Objekt, der Schärfebereich ist teilweise extrem klein. Der kurze Moment der Auslösung – nicht ganz so schnell wie bei der Augenbewegung – und es entsteht ein Bild, das, im Gegensatz zum Sehen, nicht nach der Fixation durch viele weitere Bilder zu einem vermeintlich scharfen Gesamtbild zusammengebaut wird. Eine Fixation, ein Abbild, das sich nun gedanklich ausbauen lässt durch den Abgleich mit den eigenen Erfahrungen. Aber es bleibt die Unschärfe, die Irritation. Und die Irritation lässt sich fortführen, denn durch das Herangehen an das Objekt verlieren sich die Größenverhältnisse, das Kleine wird groß, überdimensional, entzieht sich dem Gewohnten.